Verbraucher benutzt ein Laptop

Eine der wichtigsten Änderungen gegenüber der bisherigen Richtlinie über das Datenschutzgesetz ist zweifelsohne die Erweiterungen der Rechte von Verbrauchern. Dabei bleiben alle bisherigen Datenschutzrechte erhalten, und werden zudem um einige weitere ergänzt. Um welche Rechte es sich dabei handelt lesen Sie im heutigen Beitrag.

Mehr Transparenz und Offenheit für Privatpersonen

Ganz grob kann man sagen, dass Unternehmen gegenüber ihren Kunden zu mehr Transparenz und Offenheit verpflichtet sind. Ein zentraler Grundsatz der DSGVO besteht darin, dass Verbraucher Anspruch auf ein Minimum an Informationen haben. Sie dürfen somit wissen, zu welchen Zwecken ihre persönlichen Daten verarbeitet werden und wenn möglich, wie lange diese gespeichert werden. Zudem müssen Unternehmen betroffenen Personen Einsicht in all ihre gespeicherten Daten gewähren und, falls gewünscht, über deren Weitergabe Auskunft geben.

Wenn Daten von Privatpersonen falsch oder unvollständig sind, haben Verbraucher mit der DSGVO nun auch das Recht, eine Berichtigung der fehlerhaften Angaben über ihre Person zu verlangen.

Das “Recht auf Vergessenwerden” ist eines der zentralen Rechte der DSGVO. Damit dürfen Privatpersonen von Unternehmen verlangen, dass ihre persönlichen Daten gelöscht werden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn diese nicht mehr für den ursprünglichen Zweck verwendet werden oder der Verbraucher seine Einwilligung zurückzieht. Jedoch müssen Informationen nicht in allen Fällen gelöscht werden. So gilt dies beispielsweise nicht, wenn es um die freie Meinungsäusserung geht oder wenn sie zu Forschungszwecken oder zur Erfüllung rechtlicher und öffentlicher Aufgaben dienen.

Unternehmen müssen zudem ihre Kunden über die Art und Weise der Datenverarbeitung informieren. Wenn Verbraucher Widerspruch gegen die Verarbeitungsaktivitäten einlegen, sind Unternehmen ebenfalls dazu verpflichtet, diese zeitnah zu beenden.

Zudem führt die DSGVO die Datenübertragbarkeit ein. So nennt man das Recht von Verbrauchern, eine Kopie der gespeicherten Daten in einem “allgemein gebräuchlichen und maschinenlesbaren Format” zu erhalten, um diese einem anderen Anbieter direkt und unkompliziert übermitteln zu können. Dies kann sich beispielsweise bei der Übertragung von Kontoinformationen von einer Online-Plattform auf eine andere als sehr praktisch erweisen.

Mit BitsaboutMe die neuen Datenschutzrechte ausüben

Die neuen Rechte machen die Datenvereinbarung zwischen Verbrauchern und Unternehmen transparenter und fairer. Mit der in Kürze verfügbaren Marktplatz-Funktion werden wir unseren Nutzern die Möglichkeit bieten, genau diese neuen Verbraucherrechte auszuüben.

In einem ersten Schritt können Verbraucher persönliche Daten aus verschiedenen Online-Konten in ihrem Persönlichen Daten Speicher (PDS) zusammenführen, um sich so einen Überblick über ihr digitales Ich zu verschaffen. Dies ist die Basis für den zweiten Schritt, die Erstellung des persönlichen Datenprofils. Dieses können Nutzer nach Belieben interessierten Unternehmen im Austausch für attraktive, personalisierte Angebote zugänglich machen können. Dabei bleibt die Datenhoheit zu jeder Zeit beim Nutzer selbst.

Im nächsten Beitrag nehmen wir an dieser Stelle die Unternehmensperspektive ein und nehmen die möglichen Folgen für Unternehmen bei Nichteinhaltung der DSGVO-Bestimmungen unter die Lupe.