Datenschutz-Tipps

Erfahre hier, wie du in nur 60 Minuten den Schutz deiner persönlichen Daten erheblich verbesserst.

Datenschutzeinstellungen

Weitgehend hast du die Wahl, wie viele persönliche Daten du online preisgibst. Prüfe deshalb die Datenschutzeinstellungen auf Online-Konten, Smartphone und Computer, um die Menge der Daten, welche Dritte von dir sammeln, zu reduzieren. Mehr dazu

Schutz der Daten auf deinen Geräten

Privatsphäre beginnt mit der Sicherung von Daten an deren Quelle. Schütze daher jedes deiner Geräte mit einem sicheren Passwort, führe regelmässig Software-Updates durch und verschlüssle deine Gerätedaten. Mehr dazu

Blockieren von Webtracking

Das Blockieren von Drittanbieter-Cookies sowie das Aktivieren der "Do Not Track"-Funktion auf Browser und Smartphone sind wirksame Massnahmen, um das Tracking deiner Online-Aktivitäten durch Werbetreibende deutlich zu reduzieren. Mehr dazu

Reduzierung von Werbung

In unserem Online-Leben werden wir immerzu mit Werbung auf unseren Browsern, E-Mails, Apps und Startbildschirmen bombardiert. Um dem abzuhelfen, gibt es wirksame Strategien und Werkzeuge, welche die Menge der Werbung bedeutend reduzieren. Mehr dazu

Löschen von Daten

Das Geschäftsmodell der grossen Internetkonzerne besteht in der Monetarisierung von gespeicherten Verbraucherdaten. Das bewusste Verwalten und Bereinigen deiner persönlichen Daten auf Online-Plattformen ist deshalb umso wichtiger. Mehr dazu

 

Datenschutzeinstellungen

Datenschutzeinstellungen sind der Schlüssel zu kontrollierter Datenfreigabe

BitsaboutMe hat es zum Ziel, mehr Bewusstsein für die von uns hinterlassene Datenspur zu schaffen. Durch die Anbindung deiner Online-Konten erhältst du einen umfassenden Überblick über deine Daten, welche von den verschiedenen Unternehmen gespeichert werden. Dadurch sollst du selbst entscheiden können, welche personenbezogenen Informationen du freigeben willst.

Das Businessmodell der grossen Online-Konzernen (Google, Facebook, Apple, usw.) bietet Nutzern „kostenlose“ Dienstleistungen im Austausch gegen persönliche Daten. Lange hatten Nutzer dabei wenig Wahlmöglichkeiten. Neuerdings ermöglichen dir die meisten datensammelnden Unternehmen individuell einzustellen, welche deiner persönlichen Daten gespeichert werden und welche nicht.

Dein Smartphone

Dein Smartphone ist ein sehr leistungsfähiges Überwachungsgerät, das eine Menge an persönlichen Daten von dir sammelt. Bei iOS bleiben die gesammelten Informationen grundsätzlich lokal auf dem Gerät gespeichert. Bei Android hingegen, werden je nach Einstellungen viele Daten direkt mit Google geteilt.

In beiden Fällen solltest du deine Datenschutzeinstellungen für dein Smartphone und deinen Browser überprüfen. Auf diese Weise kannst du selbst entscheiden, inwieweit du deine E-Mails, deinen Standortverlauf, deine Kontakte und deinen Kalender teilen möchtest.

Dein Google-Konto

Wenn du ein Google-Konto hast, dann lohnt es sich mithilfe von www.myactivity.google.com deine Online-Aktivitäten zu überprüfen. Myactivity.google.com ist eine einfache Plattform, auf der du sehen kannst, welche deiner Daten gespeichert wurden. Dort kannst du diese löschen, sowie auch zukünftiges Tracking deaktivieren.

Auch wenn du kein Google-Konto hast, werden deine Aktivitäten auf Google unter Verwendung von Cookies verfolgt. Hier kannst du prüfen, welche deiner persönlichen Daten von Google gespeichert wurden.

Deine Konten auf Sozialen Netzwerken

Es lohnt sich ebenfalls, die Datenschutzeinstellungen deiner Konten auf Sozialen Netzwerken zu überprüfen. Die Situation hier ist jedoch ein wenig anders, da die Beiträge auf Sozialen Netzwerken standardmässig zu einem gewissen Grad öffentlich sind. Deshalb musst du dir bewusst sein, dass deine Beiträge nicht nur mit deinen Freunden und Abonnenten geteilt werden, sondern auch mit der gesamten Werbeindustrie. Dies gilt nicht nur für die von dir geposteten und gelikten Beiträge, sondern auch für jede Website, die du besuchst und die mit einem Share-Button versehen ist. Dazu gehören ungefähr 90% aller Websites im Netz.

Schutz der Daten auf deinen Geräten

Passwörter sind immer noch das grösste Sicherheitsrisiko für deine persönlichen Daten. Deine E-Mail-Adresse – und damit dein Login – ist womöglich bereits allgemein bekannt. Damit braucht es nur noch deine Passwörter, um Zugriff auf deine Konten zu erhalten.

Passe gut auf deine Passwörter auf

Schütze deine Geräte

  • Sichere jedes deiner Geräte mit einem Passwort
  • Installiere immer die neuesten Sicherheitsupdates für dein Betriebssystem
  • Verschlüssle deine Geräte (BitLocker für Windows, FileVault für Mac). Auf iOS-Geräten ist Verschlüsselung Standard, auf Android-Geräten muss sie explizit eingeschalten werden.

Um herauszufinden, ob deine Online-Konten gefährdet sind, kannst du deine E-Mail-Adresse auf Have I been Pwned? überprüfen lassen.

Warum ist Passwort-Sicherheit wichtig?

Zu einfache Passwörter

Passwörter werden nach dem „Try-and-Error“-Prinzip geknackt. Einfache Passwörter können demnach leichter erraten werden: eine vierstellige Zahl weist beispielsweise nur 10‘000 unterschiedliche Kombinationen auf. Dafür benötigt ein leistungsstarker Computer nur eine Sekunde. Bei einem 8-stelligen Passwort hingegen, welches Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen beinhaltet, sind 3’025’989’069’143’040 Kombinationen (abhängig von den genauen Regeln) möglich. Dies ist eine Zahl, welche selbst von den besten Computern nicht geknackt werden kann.

Benutzung vom gleichen Passwort auf verschiedenen Konten

Je mehr Online-Konten du hast, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine E-Mail-Adresse und deine Passwörter irgendwo durchgesickert sind. Auch wenn dies auf einem irrelevanten Konto geschieht, z.B. einer News-Website, kann dies verheerende Folgen haben. Denn wenn du dasselbe Passwort auf weiteren Konten verwendest, wären die dann logischerweise auch betroffen. Gestohlene Passwörter werden im Darknet für hohe Beträge verkauft und anschliessend von Hackern benutzt, um Zugang zu allen möglichen Arten von Konten zu erhalten.

Blockieren von Webtracking

Blockiere Cookies

Ein radikaler Schritt ist das Löschen aller Cookies nach jeder Browsersitzung. Auf diese Weise ist Cookie-basiertes Tracking unmöglich. Jedoch verlierst du damit auch die Vorteile von nützlichen Erstanbieter-Cookies, die beispielsweise deine persönlichen Einstellungen auf einer Website speichern. In vielen Fällen führt das Löschen aller Cookies somit zu erheblichen Komforteinbussen.

Das Blockieren von Drittanbieter-Cookies ist dagegen eine viel pragmatischere Methode. Drittanbieter-Cookies bieten dir nämlich keinen Mehrwert, sondern zeichnen lediglich deinen Online-Verlauf auf.

Lightbeam-Grafik Drittanbieter-Cockies

Diese Grafik ist vom Firefox Plugin Lightbeam und zeigt die Tracking-Cookies von wenigen Stunden Online-Surfing. Die Kreise stellen die besuchten Websites dar. Die Dreiecke verkörpern die Tracking-Websites von Drittanbietern, die mit den besuchten Websites verknüpft sind. Um das Tracking solcher Websites zu stoppen, empfehlen wir, Drittanbieter-Cookies auf allen Geräten zu blockieren.

So kannst du Drittanbieter-Cookies auf deinen Geräten blockieren:

  • Firefox: Einstellungen > Datenschutz > Chronik > Nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen > Cookies von Drittanbietern akzeptieren > Nie
  • Chrome: Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Datenschutz > Inhaltseinstellungen > Drittanbietercookies deaktivieren
  • Internet Explorer: Einstellungen > Internetoptionen > Datenschutz > Erweitert > Cookies von Drittanbietern
  • Microsoft Edge: Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Nur Cookies von Drittanbietern blockieren
  • Safari: Drittanbieter-Cookies sind standardmässig blockiert

Schalte das Ad-Tracking auf deinem Smartphone aus

  • iOS: Einstellungen > Privatsphäre > Werbung
  • Android: Einstellungen > Google Einstellungen > Anzeigen

Schalte die „Do Not Track“-Funktion auf deinem Browser ein

Wenn du verhindern willst, dass deine Online-Aktivitäten getrackt werden, kannst du Werbetreibenden mit der „Do Not Track“-Funktion ein klares Signal senden.

So aktivierst du die „Do Not Track“-Funktion auf deinem Browser:

  • Firefox: Datenschutz > Verfolgung von Nutzeraktivitäten > Websites mitteilen, Ihre Aktivitäten nicht zu verfolgen
  • Chrome: Einstellungen > Erweitert > Mit Browserzugriffen eine „Do Not Track“-Anforderung senden
  • Internet Explorer: Einstellungen > Internetoptionen > Erweitert > Header „Do Not Track“ (nicht verfolgen) immer senden
  • Microsoft Edge: Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Datenschutz und Dienste > „Do Not Track“ Anforderungen senden
  • Safari: Einstellungen > Safari > Privatsphäre und Sicherheit > Do Not Track

Diese Massnahme wird das Tracking durch Werbetreibende leider nicht vollumfänglich stoppen können. Gleichwohl solltest du nach Befolgung dieser simplen Schritten eine signifikante Abnahme von nutzungsbasierten Werbeanzeigen feststellen.

Reduzierung von Werbung

Aufgrund invasiver Online-Display-Werbeanzeigen hat sich die Verwendung von Werbeblockern stark verbreitet. In den letzten Jahren ist die Zahl der Installationen von Werbeblockern geradezu explodiert und belief sich 2016 auf 600 Millionen.

Grafik Anzahl von Nutzern mit Werbeblocker 2009-2016

Eine Vielzahl von kostenlosen sowie auch kostenpflichtigen Lösungen für Werbeblocker findest du hier.

Werbeanzeigen sind in gewisser Weise die Kehrseite der kostenlosen Inhalte im Internet. Bestimmt sind einige deiner bevorzugten News-Websites auf das Einkommen solcher Online-Werbeanzeigen angewiesen. Wenn nun aber Online-Werbeanzeigen zunehmend verdrängt werden, sind Unternehmen gezwungen, die wegfallenden Einnahmen durch eine andere Einkommensquelle zu kompensieren. Solche Einkommensquellen können etwa Micropayments oder Abonnements sein.

Löschen von Daten

Durch die Nutzung von Online-Diensten werden jeden Tag Unmengen an Daten erzeugt. Die Verwertung dieser Daten ist die Geschäftsgrundlage von grossen Internet-Konzernen, deren Werbeeinnahmen die „kostenlosen“ Dienste finanzieren, die wir alle nutzen. Ob dies ein fairer Deal ist, muss am Ende jeder Nutzer selbst für den jeweiligen Dienst entscheiden.

Das Teilen von persönlichen Daten ist eine individuelle Kosten-Nutzen-Abwägung. Wenn du mehr Daten teilst, werden Online-Dienste stärker personalisiert und dadurch in der Regel bequemer zu benutzen. Dies birgt allerdings das Risiko der unterbewussten Manipulation, bzw. das Phänomen der Filterblase. In dieser Filterblase bekommt man nur noch Inhalte zu sehen, die mit dem eigenen Weltbild konform sind. Das mag sich gut anfühlen, ist aber auch eine mehr oder weniger starke Verzerrung der Realität.

Google

Google offeriert eine grosse Auswahl an „kostenlosen“ und nützlichen Online-Diensten. Dementsprechend speichert der Internetriese auch zahlreiche Informationen über dich, unter anderem um die passenden Suchergebnisse anzuzeigen.

Direkt auf der Google-Suchseite kannst du deine Suchaktivitäten überprüfen und löschen, auf die wichtigsten Datenschutzeinstellungen in deinem Google-Konto zugreifen und erfahren, wie die Google-Suche mit den von dir generierten Daten arbeitet.

Mit einem Klick auf Einstellungen unten rechts auf der Google-Seite stehen dir das vollständige Suchprotokoll und die letzten Suchen zur Verfügung. Dort kannst du deine Suchanfragen über einen bestimmten Zeitraum löschen, sofern du dies möchtest.

In den Sucheinstellungen kannst du ausserdem deine bevorzugten Sprachen angeben, in denen du deine Suchergebnisse angezeigt bekommst.

Unter Deine Daten bei der Google Suche kannst du zudem einstellen, ob du personalisierte Werbung angezeigt bekommen möchtest oder lediglich allgemeine Werbung. Hier hast du auch die Kontrolle über alle Google-Produkte. Über die Aktivitätseinstellungen kannst du festlegen, ob die folgenden Daten von Google gespeichert werden:

  • Web- und App-Aktivitäten
  • Standortverlauf
  • Geräteinformationen
  • Sprach- und Audioaktivitäten
  • YouTube-Suchverlauf
  • YouTube-Wiedergabeverlauf

Falls du nur deine Browserdaten löschen willst, kannst du dies direkt auf Chrome machen:

  • Öffne Chrome auf deinem Computer
  • Klicke oben rechts auf die drei Punkte
  • Klicke auf „Weitere Tools“ und dann „Browserdaten löschen“
  • Wähle im angezeigten Feld oben einen Zeitraum aus, etwa Letzte Stunde oder Letzter Tag. Um alles zu löschen, wähle „Gesamter Zeitraum“ aus.
  • Markiere die Elemente, die du entfernen möchtest
  • Klicke auf „Browserdaten löschen“

Facebook

Um eine Übersicht über deine Facebook-Aktivitäten zu erhalten, kannst du das Aktivitätenprotokoll konsultieren:

  • Logge dich auf deinem Facebook-Konto ein
  • Klicke in der Menüleiste oben rechts auf den Pfeil und dann auf „Aktivitätenprotokoll“

Im Aktivitätenprotokoll sind all deine vergangenen Aktionen und Inhalte chronologisch aufgelistet. Mit einem Klick auf den Stift an der rechten Seite eines Eintrags kannst du Aktivitäten und Kommentare aus deiner Facebook-Chronik entfernen, sowie „Gefällt mir“-Angaben eliminieren und den Standortverlauf löschen.

Wenn du die Facebook App verwendest, kannst du die Browserdaten auf deinem Smartphone löschen. Auf diese Weise können auch Cookies und der Cache von Websites, die du im Zusammenhang mit der Nutzung der App besucht hast, entfernt werden.

Vorgehensweise Android:

  • Öffne die Android-Einstellungen und tippe dort auf „Apps“
  • Suche in der Liste nach  „Facebook“
  • Klicke auf „Speicher“
  • Wähle entweder „Daten löschen“ oder „Cache löschen“

Vorgehensweise iOS:

  • Öffne deine Facebook App
  • Wechsle zur „Mehr“-Schaltfläche mit Übersicht über alle Funktionen
  • Klicke auf „Einstellungen“ und dann auf „Kontoeinstellungen“
  • Klicke auf „Browser“ und dann auf „Daten löschen“

Deine Handynummer ist für Facebook ausserdem ein zentrales Identifikationsmerkmal, um Kontaktinformationen von Instagram, WhatsApp, dem Messenger und Facebook miteinander zu verbinden. Das Unternehmen ist zum Teil auch im Besitz von Nummern, die Nutzer gar nicht selbst hinzugefügt haben.

Falls dies bei dir der Fall ist, kannst du deine Handynummer in Facebook entfernen und dein Konto trotzdem absichern. Geh dafür in den Facebook-Einstellungen zum Punkt „Handy“ und entferne dort deine Handynummer. Damit dein Konto trotzdem per 2-Faktor-Authentifizierung geschützt ist, kannst du unter „Einstellungen > Sicherheit und Login > Zweistufige Authentifizierung“ eine App wie z.B. Authy als zweiten Faktor für die Anmeldung festlegen.